Sonntag, 25. Juli 2010, 10:22 Uhr (NY 4:22 am)

Wie viel Mathematik steckt in der Mode? Wie stilvoll kann man auf Karton sitzen? Kann Biobaumwolle luxuriös sein? Wie rockt man für das Klima? Kann Brigitte Bardot auch Taschen entwerfen? Antworten gibt’s nach dem Sprung, in den Top 5 der Nachhaltigkeit!
1. Mode-Mathematik
Screenshot © www.mikenke.com
Tina Luther und Rosa Gröszer bezeichnen sich selbst als Mode-Mathematikerinnen. Wenn man sich die stark geometrischen Entwürfe der Designerinnen anschaut, weiß man auch warum. Sie gründeten ihr Label Mikenke mit der Vision, zeitgemäße Mode mit Respekt für Mensch und Natur zu entwickeln. „Nachhaltiger Ansatz ist momentan die einzige Legitimation, ein Modeunternehmen zu gründen“, sind die jungen Berlinerinnen überzeugt. Sie wollen innovative und außergewöhnliche Bekleidung schaffen und gleichzeitig einen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft leisten.
Mikenke präsentierte sich während der Berliner Fashion Week 2010 zum ersten Mal mit einer Show bei den HBC Designer Scouts der Fashionwelt.
2. Ecochairs
© de.myfab.com
Antoine Laymond liebt ungewöhnliche, unkonventionelle Formen und flexible Möbel. Bei den Entwürfen für sein Label LDV lässt er sich gern von der Skyline einer Großstadt inspirieren. Manchmal aber sowohl von moderner Klarheit als auch von geschwungenem Barock. Oder, wie hier, vom Alphabet. Die limitierte Auflage der Ecochairs „b“, „e“, „z“ und „g“ ist zu 100 Prozent aus recyceltem Karton gefertigt. Die umweltfreundlichen und robusten Leichtgewichte werden in einer Fabrik in Shenzhen in China hergestellt, die auf die Produktion hochwertiger und ökologischer Designmöbel spezialisiert ist. Gefunden bei de.myfab.com.
3. Araks
Screenshot © www.araks.com
Kirsten Dunst, Sarah Jessica Parker und Michelle Williams haben die luxuriösen Kleidungsstücke des Labels Araks längst für sich entdeckt. Kein Wunder, die New Yorker Modedesignerin Arak Yeramyan entwirft seit nunmehr 10 Jahren Luxusmode für selbstbewusste Frauen. Da die „grüne Welle“ auch vor Luxusmode nicht Halt macht, fügte Araks vor einiger Zeit eine Dessous-Kollektion hinzu, die aus organischer Biobaumwolle genäht und mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt ist. Erhältlich u.a. online im Araks-Shop.
4. Rock’n’Roll fürs Klima
Letztes Wochenende feierten 20.000 Menschen in Gräfenhainichen zu Elektroklängen. Das Melt! Festival fand auch diesmal in Ferropolis statt, vor einer Kulisse, die urbaner und industrieller kaum sein könnte. Als Kontrast setzten die Veranstalter dieses Jahr auf Nachhaltigkeit und riefen eine Klimaschutzkampagne ins Leben. Ziel: Während der drei Festivaltage über 1.000 Tonnen CO2 sparen. Um das zu erreichen, mussten natürlich alle Festivalbesucher mitziehen. Der eigens für Melt! verfasste „Rock’n’Roll-Guide auf dem Weg zum Klimaheiligen“ half dabei: Die Broschüre umfasst – vom klimafreundlichen Haaretrocknen über die CO2-arme Anreise bis zum umweltbewussten Zubereiten der eigenen Mahlzeiten (Stichwort: Rohkost!) – zahlreiche Tipps fürs nachhaltige Festivalleben.
5. Bio-Bardot-Bag
Screenshots © www.lancel.com
Die Filmikone und Tierschutzaktivistin Brigitte Bardot entwarf in Zusammenarbeit mit dem französischen Luxuslabel Lancel eine Tasche, die selbstverständlich nach strengen Veggie-Regeln entstehen musste. Statt Leder kamen Baumwolle aus biologischem Anbau und der moderne Mikrofaserstoff Alcantara zum Einsatz. So wie die Filmdiva hat auch ihre Tasche verschiedene Gesichter: Mal Femme Enfant in Aprikot, mal Femme Fatale in Dunkelbraun. Allen gemeinsam sind die Initialen der schönen Französin, die das Täschlein zieren.